Sonntag, 29. Juli 2012

Die Deutsche Post

Die Deutsche Post hat vor einigen Jahren begonnen, ihre kleinen, wahrscheinlich viel zu teuren Filialen zu schließen. Stattdessen hängen nun in den Dörfern Deutschlands die Schilder mit den gelben Posthörnern vor Schreibwarenläden, Elektrogeschäften, Babyklamottenläden, Läden für Übergrößen und sicherlich ist auch der ein oder andere Metzger dabei (Vermutung). 
In dem Dorf, in dem ich meine Zelte aufgeschlagen habe, hat sich die Post das Geschäft mit der unfreundlichsten Verkäuferin rausgesucht, um Pakete anzunehmen, auszugeben, Briefmarken zu verkaufen und was eben ein Postbeamter hinterm Dorfschalter früher alles so machen durfte. 
Es ist für mich regelmäßig ein Horror, wenn ich in meinem Briefkasten wieder einmal einen gelben Zettel finde, der mich darüber informiert, dass ich ein Paket in der nächstgelegenen Postfiliale abholen kann. Mit Öffnungszeiten gemacht für Hausfrauen, Rentner und Arbeitslose. 
Deshalb habe ich mich nun bei DHL angemeldet, da wird zukünftig das Päckchen in die Packstation geliefert und die hat auch nachts um vier Uhr noch geöffnet. Allerdings wird der DHL-Mitgliedsausweis mit zugehöriger PIN nur persönlich gegen Vorlage des Personalausweises ausgeliefert. 
Und welch ein Wunder, die Post traf mich zur Übergabe der heißen Ware nicht zu Hause an, folglich stattete ich meiner Lieblingspostmitarbeiterin einen hoffentlich letzten Besuch ab. Sie verzog schon das Gesicht, als ich zur Tür hereinkam. Ein Kunde und das am Samstag. Damn! Das bedeutet Arbeit! 
Sie suchte sich einen Wolf nach meinem Päckchen. Begleitet von Flüchen. Beinahe wäre mir eine Entschuldigung rausgerutscht. Da fand sie es. 
Ein kurzer freundlicher Hinweis ihrerseits, dass mein Personalausweis bald abläuft und die Frage, ob ich schon einen neuen bestellt hätte, ließ ich im Raume stehen. 
Adé, 's war schee! DHL-Packstation, auf dass du immer funktionieren sollst! 

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